Die Rechtslage von Agroforstsystemen in Deutschland

Nachhaltige Landwirtschaft mit Bäumen: Agroforstsysteme – Agroforstwirtschaft

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Wie werden Agroforstsysteme rechtlich definiert?

Wie sehen die rechtlichen Regelungen für die Anlage von Agroforstsystemen in Deutschland aus?

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die Situation in Deutschland. Stand: August 2009

Diese Informationen können nur das Thema nur andeuten und stellen keine Rechtsberatung dar!

 

kurz & knapp

Statement: Merkmale eines Agroforstsystems

Zur Rechtslage von AFW in Deutschland

Geschützte Landschaftselemente – Definition und Stellungnahme

Zur Förderung von AFW in Deutschland [neue Seite]

 

 

KURZ & KNAPP

Jeder Grundbesitzer hat das Recht, Bäume und Sträucher zu pflanzen. Die Abstände regelt in den meisten Bundesländern das sog. Nachbarschaftsrecht . Um Einschränkungen bezüglich der späteren Nutzung zu vermeiden, sind derzeit Gespräche und Verträge mit den zuständigen Behörden (für Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz) empfohlen.

Eine rechtliche Abgrenzung von Agroforstsystemen gegenüber anderen Nutzungen ist meist nur im Einzelfall möglich. Deshalb empfehle ich den Landwirten mit den zuständigen Behörden (je nach Bundesland die Ämter für Agrarordnung, Naturschutz­behörden, Forstämter, etc.) Kontakt aufzunehmen und eine einzelbetrieblichen Vertrag zu schliessen. Eine solches Vorgehen ist meiner Auffassung nach sinnvoll, solange eine gesetzliche Regelung aussteht.

 

 

 

STATEMENT: Merkmale eines Agroforstsystems

Die folgende Definition wurde in dem EU-Agroforst-Forschungsprojekt SAFE entwickelt, um eine einheitliche rechtliche Regelung in Europa zu unterstützen. Damit werden alle – historische und moderne Agroforstsysteme in Europa mit einer Definition erfasst:


  • Bäume und Sträucher gemischt mit landwirtschaftlicher Nutzung, verteilt oder in Reihen

  • produktive landwirtschaftliche Komponente auf min. 50% der Fläche

  • Baumdichte mit < 50 bis maximal 200 Stämme / ha (bei Stämmen mit BHD > 15 cm)

  • Baumkomponente zur Produktion von Holz, Früchten, Honig, als Wind- und Wetterschutz oder aus landschaftlichen Gründen


Die Baumdichte in Kombination mit dem Brusthöhendurchmesser (in 1,30 m Höhe) dient als Abgrenzung zu reinen Niederstamm-Obstplantagen und zum Wald. Gleichzeitig ermöglicht sie eine höhere Pflanzdichte zu Beginn, wenn vor Erreichen des Zieldurchmessers der Baumbestand ausgedünnt wird. Bei der Nutzung der Gehölze für den Biomasseanbau oder Energieholzgewinnung im mittleren Umtrieb (12 bis 20 Jahre) kann der Zieldurchmesser unterschritten bleiben und ermöglicht eine sinnvolle höhere Pflanzdichte.

 

 

 

Rechtliche Rahmenbedingungen für Agroforstsysteme in Deutschland

Jeder hat das Recht, auf seinem Grundstück – ob Garten, Acker oder Wiese mit Bäumen und Sträuchern zu bepflanzen. Einschränkend gilt in vielen deutschen Bundesländern das unterschiedlich geregelte sog. Nachbarschaftsrecht, das verhindern soll, dass zu große Pflanzen die Nachbargrundstücke negativ beeinflussen (z.B. es stark zu verschatten).

Es gibt derzeit keine bundesweit einheitlichen Gesetze speziell für Agroforstsysteme, sie können in unterschiedliche Kategorien fallen. Zu unterscheiden ist dabei das Förderrecht, das sich oftmals auch auf Vorgaben der EU oder der Bundesländer stützt. Es gibt derzeit von staatlicher Seite keine aktuelle Stellungnahme zur Rechtssituation.



Fazit: Eine Abgrenzung bei Agroforstsystemen ist meist nur im Einzelfall möglich. Deshalb empfehle ich den Landwirten mit den zuständigen Behörden (je nach Bundesland die Ämter für Agrarordnung, Naturschutzbehörden, Forstämter, etc.) Kontakt aufzunehmen. Eine vertragliche Regelung ist meiner Auffassung nach sinnvoll, solange eine gesetzliche Regelung aussteht.

IN VORBEREITUNG

Quellen

Rahmenbedingungen für Agroforstsysteme und Kurzumtriebsplantagen in Deutschland,

gehalten von Dr. Steffen Beerbaum, BMELV im September 2006

Quelle: http://fnr-server.de/cms35/fileadmin/allgemein/pdf/veranstaltungen/agroforst_2006/2-Rahmenbedingungen-BMELV.ppt vom 08.11.06

 

 

 

Rechtliche Rahmenbedingungen für Agroforstsysteme in Österreich

Informationen für Österreich sind bisher nicht verfügbar.

Orientierungspunkte:

- EU-Förderrecht: max. 50 Bäume/ha für den Erhalt von Zahlungsansprüchen

- EU: Agroforstsysteme sind als prinzipiell förderfähig anerkannt (Umsetzung durch die Länder nötig (ELER-Verordnung)‏)

- Rechtslage kann sich am Streuobst orientieren (auch für Wildkirsche, Speierling, etc.)‏

- Es wird das Abschließen von Einzelverträgen mit den zuständigen Behörden empfohlen.

 

 

 

Agroforstsysteme als geschützte Landschaftselemente?

IN VORBEREITUNG



Quellen

B&B Agrar 6/04 - Quellen · Daten · Kommentare

Steffen Beerbaum: Erläuterungen zur Direktzahlungen-Verpflichtungenverordnung

http://www.aid.de/downloads/bub_2004_12_wert.pdf


Cross Compliance, Landwirtschaftskammer NRW 2006

http://www.landwirtschaftskammer.de/fachangebot/foerderung/pdf/cc-infobroschuere.pdf

 

 

 

 

 

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